Marokko 2
FÉS, wiege der marokkanischen Monarchie, die mit dem politischen Flüchtling Moulay Idriss I. begann. Ein Muss in Marokko. Eine Stadt, mit der nur noch Marrakesch konkurrieren konnte. Ein Hauch des Orients hatte mich umfangen. Über uns wölbte sich stahlblauer Himmel und verbreitete angenehme Wärme. Hier war Kunterbunt Trumpf.
Offene Lädchen, verschachtelt und aneinander gekuschelt, dehnten sich über viele Gassen. Werkstätten in denen gehämmert und geklopft wurde. Zu Bergen türmten sich Obst, Oliven und andere Früchte. Gewürze verströmten ihre aromatischen Düfte.
Zeilweise spannten sich über die engen Gässchen ganze Dächer aus Palmenblättern und Schilfrohren, die nur spärliches Sonnenlicht durchließen. Schwer bepackte Esel bahnten sich unter den Rufen ihrer Treiber: „balek-balek“, (gib Acht!) einen Weg durch das Gewühl.
Aneinander gedrängt wurden wir durch die schmalen Straßen geschoben. Liebkost vom orientalischen Zauber, ließ ich mich im Menschenstrom treiben....



 

                                 

Als der Abend hereinbrach, führte Hadschi, unser Reiseführer in Marokko, uns unzertrennliche Vier noch in ein Insiderlokal mitten in Fès. Wir waren zwar geschwächt, aber nicht so sehr, dass wir uns dieses Highlight für unseren Gaumen entgehen lassen würden.
Das bestellte Taxi lud uns in einer Seitenstraße ab.
Eng war das lange Gässchen, in das wir eingebogen waren. Schummriges Licht zeigte uns den Weg, wo die Häuser wie Tür an Tür aneinander gereiht aussahen. Gedämpfte Stimmen, klirrendes Lachen oder zeternde Worte drangen in unsere Ohren.
Es war ein ausgesuchtes, erlesenes Lokal, das wir in dieser Gegend von Fès niemals vermutet hätten. Klein und überschaubar, aber sehr schön. Säulen und Wände mit wundervollen gelb-blauen Mosaiken, die im gedämpften Licht blitzten. Phantastisch!...



Am nächsten Tag standen wir entzückt vor demprachtvollen „Mamounia-Hotel“. Schon Winston Churchill hatte sich hier entspannt und auch manchmal gemalt. Atemberaubend!
Ich kannte solche Hotels ja nur aus Filmen und Zeitungen.
Säulen stützen das hoheitsvolle Gebäude. An den Eingängen standen exakt und vornehm aussehende Diener. Ob die uns wohl einließen? Prickelnde Neugier erfasste mich …



 

 
Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben. - Mark Twain -
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Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich haben wollen! -unbekannt-
 
 
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