Marokko 1

Marrakesch – das Wort zerging mir auf der Zunge.
Den Hauch des Orients fühlte ich an keinem Ort so, wie ich ihn hier am Morgen schon zu spüren glaubte.
Der Ruf des Muezzins, der zum Gebet rief, weckte ganz Marrakesch. So auch mich. Schlaftrunken zog ich den Rollladen hoch und war fasziniert von dem betörenden Anblick, der sich mir bot.
Aufgehende Sonne rötete die Stadt .Palmen überragten die kastigen Bauten und der Himmel war leicht mit einem Schleier überzogen. Ich konnte mich dieser Romantik nicht entziehen und freute mich nun schon auf den kommenden Tag…

 




  

Bei Anbruch der Dämmerung, verwandelte sich „Place Jema el-Fna“, zu einem atemberaubenden Platz. „Versammlung der Toten“, wie er makaber genannt wird, ist eine Erinnerung an vergangene Zeiten.
   Schon von weitem sah man die Rauchschwaden, die sich schwer auf diesen Markt legten.
Man hatte uns vorher gewarnt, als Frau abends alleine diesen Platz zu begehen. Aber wir trauten uns. Waren wir doch zu viert und Sonja der französischen Sprache mächtig!
Ein Teppich aus Stimmen, Farben und verführerischen Gerüchen, vermischt mit Abgasen, machten den Markt nicht nur zur größten Attraktion.
Abenteuerlich, ohne Fremdenführer, stürzten wir uns mitten hinein ins pralle Leben.
Lautstark kämpften Spaßmacher, Akrobaten und Märchenerzähler mit großartigen Gestiken und Mimik, um die Gunst der Zuschauer.
Es war ein totales Theater, von dem ich als Europäerin nur träumen konnte….

 

            


 

            

Zügig ging es weiter nach CASABLANCA, vorbei an Palmenplantagen und rotbraun gefärbter Erde.
Aus der ehemaligen Berbersiedlung hatte sich eine fortschrittliche, hektische Wirtschaftsstadt entwickelt. Betonklötze und Glas im amerikanischen Stil.
Hadschi hatte mit dem Wort “alles kaugummisiert!“, den Nagel auf den Kopf getroffen. ..
Vergeblich hatte ich hier nach 1001 Nacht gesucht. 
Schon von weitem war das Minarett der Grand Mosquée Hassan II. zusehen. Wohl der attraktivste Besichtigungspunkt Casablancas. Direkt an der Küste des Atlantiks. Dahinter tausende Kilometer Wasser und dann kommt Florida.
Ein kolossaler Tempel auf Säulen, der in zirka 60 Meter Tiefe im Meer verankert ist, und mit einem ungefähr 200 Meter hohen, weißgrünen Minarett, das sich vom azurblauen Himmel kaum abhob, bebaut war.
„Und Allahs Thron war auf dem Wasser“, hatte ich einmal gelesen. Dies war so.
Im gleißenden Sonnenlicht wirkte die Moschee noch schöner und pompöser. Ein wahres Juwel an Architektur und Hightech. Glamour pur strahlte mir entgegen...


Wir hatten RABAT erreicht.
Das Wahrzeichen von Rabat war der Hassan-Turm, mit 2,5 Meter dicken Mauern, zu dem wir anschließend gefahren wurden.
Ich war fasziniert von den meisterhaften handgemachten Arbeiten, die diesen Turm verzierten und von denen viele in diesem Land zu sehen sind. Etwas abseits, das Mausoleum von Mohammed V., aus weißem Carrara-Marmor und das Dach aus grünen Fayence-Ziegeln, das eines der schönsten Bauwerke islamischer Architektur sein soll. Ein bedeutendes Baudenkmal, das unter anderem auch den Sarkophag aus Zedernholz, von Hassan II beherbergt...

                    


 

 

 
Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben. - Mark Twain -
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Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich haben wollen! -unbekannt-
 
 
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