Die Poesie m.Lebens begann
 

 Die Symphonie meines Lebens begann

90er Jahre

Seit den 90er Jahren kannte ich keine Langeweile mehr, da ich immer für Abwechslung sorgte. Ich hatte oft das Gefühl, die letzten Jahrzehnte nachholen zu müssen.Es war Bewegung in mein Leben gekommen. Aber ich war noch immer auf der Suche nach Variationen, aus denen ich neue Impulse schöpfte.  

Ich erfüllte ich mir einen längst gehegten Wunsch. Ägypten, das Land meiner Träume.
Voller Euphorie machte ich mich an die Reiseprospekte ran.Ich kombinierte Flug, Schiff, Wüstenexpress und Bus, für unsere erste große Reise. Vorfreude, Aufregung, vor dem ersten Flug, und Abenteuerlust vereinten meine Empfindungen.

Mein erster Flug verlief mit Turbulenzen und bei Ankunft in Kairo war der erste Blick auf die Dächer des Flughafengebäudes, wo Militär mit angeschlagenen Gewehren stand. Zweifel, aber auch Lust pur, dies Land zu entdecken, stiegen in mir hoch. Für mich war es eine gigantische Reise.
 
Dann schloss meine Firma und ich wurde arbeitslos. Gerade mal 50. Aber ich wurde sofort als geringfügig Beschäftigte in eine Boutique geholt. Nach vier Jahren schloss auch diese.

 

Das Arbeitsamt schickte mich in dieser Zeit zur Weiterbildung auf eine Computerschule als PC-Fachkraft für Windows, das später ein wenig mein Leben verändern sollte. Nun ging ich mit der Mode nur noch samstags um. 

Ein viertel Jahr dauerte es, bis ich mein Abschlusszeugnis als PC-Fachkraft bekam. Ein viertel Jahr Stress, Lachen, Aufregung und Vergnügliches. Nach jedem Unterrichtsblock eine Klausur, die sehr aufreibend verlief, und in der Pause mit einem Gläschen Sekt gefeiert wurde. Egal, wie es benotet wurde. Tja, wir drei in gehobenem Alter von 50 plus, waren sehr gut drauf. Wir waren aber auch eine phantastische Gruppe.
Meinen Abschluss schaffte ich dann trotz allen Hochs und Tiefs mit einem super Notendurchschnitt Zwei. Wow! Noten, auf die ich natürlich sehr stolz war und selbst erarbeitet hatte.

Für mich taten sich ständig neue Horizonte auf, liebte das Leben in vielen bunten Farben und deren Vielfalt und erfüllte mir im Januar 1996 einen weiteren Wunsch. Thailand. Einem Land voller Tempel und Buddhas. 
  

2000er Jahre 

Der Anfang des neuen Jahrhunderts fing mit Angst und Schrecken an.

Während meines Kuraufenthalts ereilte mich die Nachricht, dass die zukünftige Frau meines Sohnes, unverschuldeten einen Unfall hatte.
 

 

  Foto aus der SWP Ulm


Schock pur! Ich weiß nicht wie viele Schutzengel meine Schwiegertochter hatte, jedenfalls kam sie glimpflich - alle Ärzte wunderten sich, aus dem total zertrümmerten Auto und ein halbes Jahr später fand die Hochzeit statt.

Mein Mann bekam einen Schlaganfall, der Gott sei Dank glimpflich verlief.

Am 11. September 2001 erschütterte Terroranschläge die Welt. Flugzeuge flogen in die World Trade Center in New York. Folge: Krieg gegen Afghanistan. Irak-Krieg folgte. Die Euro € wurde eingeführt und machte das Leben zum Teuro.Außer Kriege in diesem neuen Jahrhundert kamen durch eine Naturkatastrophe ca.300 000 Menschen durch einen Tsunami im Indischen Ozean ums Leben. Die Welt trauerte mit.
Kurz nach dem 11.September 2001 flog ich alleine nach Marokko, da mein Mann aus gesundheitlichen Gründen nicht mitfliegen konnte. 
Aber das Leben hatte noch mehr für mich übrig. Ich fand in einem Fotogeschäft wieder einen Job, der mir viel Spaß bereitete. In diesem neuen Jahrhundert legte ich mir gleich zu Anfang Internet zu und schnupperte täglich in der großen weiten Welt.
Ich schöpfte aus meinen „gespeicherten“ Phantasien und lernte dazu. Das Leben triumphierte in gleitenden Übergängen zwischen Sinfonie und Dramatik. Und ich musste nur darauf achten, dass keine Patzer reinkamen. Das Leben bestand nicht nur aus Zufällen, sondern auch aus eigenen Impulsen und Momenten des Gestalterischen. Es fing an zurückzustrahlen. Oft war es auch eine Schönmalerei. Es begann die Poesie meines Lebens.

Im Laufe der Jahrzehnte hatte sich in Deutschland Wohlstand eingestellt. Hightechnik blieb nicht aus und man knipste und surfte durch sich durch die Welt der Technik. Nun ist man in einem Alter, in dem man bei der jüngeren Generation als alt eingestuft wird.
Dagegen protestiere ich hiermit energisch, denn ich blättere noch jeden Tag auf eine neue Seite meines Lebens, um darin Neues und Interessantes zu entdecken.
Nein, keine Tragödien oder Höhenflüge, sondern ein ganz normales Leben, gespickt mit Amüsantem und Interessantem.
Immer wieder hatte ich neue Ideen versuchte die Tage, Wochen, Monate und Jahre abwechslungsreich zu gestalten. Diese Impulse umzusetzen war nicht immer einfach.


2004 

hatte sich ein langgehegter Wunsch erfüllt und ich fand Anschluss in eine Malgruppe. Ein Jahr später hatten wir schon die erste Ausstellung, die ich organisiert hatte.  
Mit Hingebung gestaltete ich die Seite und den damit anfallenden „Arbeiten“ wie Berichte schreiben und organisieren.

Im diesem neuen Jahrhundert begann ich nun mein Dasein aufzupolieren. Der Computer hatte mich fest im Griff. Irgendwann entdeckte ich einen Internetclub, für den ich ehrenamtlich die Seite gestaltete. Die bislang attraktivste Zeit begann für mich.
Ich machte diese Internetseite in der Zeitung bekannt, worauf ich vom Regionalsender eingeladen wurde. Lernte interessante Menschen - Journalist, Sänger, Stadtrat - kennen, mit denen ich heute noch in Kontakt stehe, intensivierte mein Schreiben und habe vor ein Buch über meine Reisen herauszubringen. Manuskript liegt vor, aber zum letzten Schliff fehlt mir zurzeit die Lust. 
Wieder ging eines meiner Kindheitsträume in Erfüllung. Natürlich im Kleinen, versteht sich, aber immerhin.
Wassermännern/Frauen wird ja nachgesagt, dass sie selten sitzen, aber öfters abheben. Erdanziehung würde mir manchmal ganz gut tun. 

Aus meinem Leben hatte ich alles miteinander kombiniert, in Wunschfarben eingefärbt und immer die zeitgemäße Tonsprache bevorzugt. Ich bin somit trendy.
Meine Neugier, immer wieder Neues zu entdecken und ausprobieren, führte mich in ein Atelier, in dem ich mich in abstrakter Malerei probierte. Nichts außergewöhnliches, aber reinschnuppern in diesen Malstil wollte ich schon immer.

Am 01. April 2008,   am Geburtstag meines Mannes, kam unser Eng(k)elkind NICO um 10.21 Uhr auf die Welt.

Seit 2008

 

passe ich mit Liebe und Eifer auf meinen Enkelsohn auf und gehe mit großer Begeisterung ins Atelier. Auch habe ich mich dem Verein „Kunstforum V.“ angeschlossen, das regelmäßig Ausstellungen in einem Kulturhaus und in der VR-Bank organisiert. 

 


 2010

ziehe ich Resümee und stelle fest, dass meine Höhenflüge seltener werden. Wird dies nicht zu langweilig?

Das Manuskript für das Buch, das ich veröffentlichen wollte, liegt noch auf meinem Schreibtisch. Mich hatte der Mut verlassen.

Mit der Zeit kam Unzufriedenheit auf. Es musste was Neues her! Aber was nur?

Aus privaten Gründen suchte ich mir für vormittags ein Atelier in der Nähe. Irgendwie war dies wieder ein Neuanfang in der Malerei.
Seit drei Jahren ging ich mit dem Gedanken, eine Malereiseite im Internet zu betreuen, um. Auch dieses Ziel habe ich erreicht und gestalte mit einem Künstler eine Internet-Malereiseite.

Meine dritte Ausstellung mit dem Kunstforum habe ich hinter mir.

Mit meinen kleinen „Satansbraten“, wie ich mein Eng(k)elkind immer liebevoll betitle, bin ich glücklich. Er ist ein Traum von einem Enkelkind. Gerade mal zwei Jahre geworden. Seine Oma ist alles für ihn und wenn ich mal nicht sofort auf ihn höre, ruft er mit liebevoller und schmeichelnder Stimme dann: „Omiii..“

 

 

Mitten im Spiel kann er aufspringen und mich umarmen. Das zählt mehr, als so vieles in meinem Leben. 

 


Auf der weiteren Suche nach Neuem wurde ich wieder einmal fündig.
Im Mehrgenerationenhaus in meinem Ort, der Treffpunkt für Jung und Alt ist, gebe ich nun einen WORD-Kurs. Nette Teilnehmer treffen sich nun jede Woche einmal, und ich versuche ihnen WORD näher zu bringen.

Im letzten Viertel dieses Jahrzehnts schlichen sich Krankheiten in der Familie 
ein. Aber mehr will ich noch nicht denken...
 

 

 

 
Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben. - Mark Twain -
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Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich haben wollen! -unbekannt-
 
 
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