Ägypten

 

Reise in das Land der Pharaonen und Götter

Ein Jugendtraum ging in Erfüllung

ÄGYPTEN mit seiner reichen, mehr als sechstausend Jahre alten Geschichte, zieht seit Jahrhunderten die Menschen in den Bann. So auch mich. 

Mit Herzklopfen und großer Erwartung, ich wurde auch nicht enttäuscht, stieg ich in Frankfurt, mit zweistündiger Verspätung, in die Maschine der „Egypt Air“. Das Leitwerk schmückte eine Abbildung des falkenköpfigen Gottes Horus. Einer der vielen Götter, die mich während der Ägypten-Rundreise immer wieder begleiten sollten. Gottheiten und Pharaonen, wie die Namen von Horus, Osiris, Ramses und Ptah.  

Nach vier Stunden turbulenzartigen Fluges, peilten wir den Flughafen von Kairo an. Prickelnde Neugier auf das Kommende stellte sich ein. Ringsum auf den Dächern bewaffnetes Militär. Anschläge der Fundamentalisten waren schon vor den Ereignissen 2001, denn schon 1993 verunsicherten sie manchen Reisenden.
Es war 0:30 Uhr.
Überaus freundlich wurden wir vom ägyptischen Reiseleiter Ismail empfangen. Die Passkontrolle wurde sehr genau genommen und Antlitz für Antlitz mit dem Reisepass verglichen.

Mit „Ah und Oh“ ging es dann rasant über rote Ampeln durch das nächtliche KAIRO. Vorbei an vornehmen Villen, auf die uns Ismail aufmerksam machte. Hinter hohen Mauern abgeschirmt, der Palast des Präsidenten Mubarak.
Schlafende Menschen am Straßenrand und auf Grünstreifen. Gegen drei Uhr war es, als wir das „Hotel Sofitel“ erreichten. Diese traumhafte Anlage konnte ich nur noch flüchtig und mit müdem Blick feststellen,  bevor wir unsere Zimmer belegten.
Am nächsten Tag, unter hellblauem Himmel, nahmen wir unser Hotel in Augenschein. Ein bewachter Traum, der außerhalb von Kairo stand. Er bot alles: Kleidung, Friseur, Restaurants, Swimmingpool, Schmuck und noch viel mehr. Eine riesige Anlage, in der ein Gästehaus neben dem anderen stand. Mein Sinn musste erst begreifen was ich sah...


Kairo




4000 Jahre Geschichte schaute uns entgegen.
Kairo!“ El Kahira – die Siegreiche!

Wie ein brauner Schleier wehte der Wüstensand über der größten Stadt des afrikanischen Kontinents. Tor zum Orient und Mittler zwischen Christentum und Islam. Sie erlebte Glanz, Reichtum, Zerstörung und Verfolgung Andersgläubiger.

 








 

Weiter mit dem Wüstenexpress

Abends brachte uns der Bus auf einen kleinen unansehnlichen Bahnhof. Der Hitze des Tages folgte nun eine kalte Brise.
Quietschend und schnaufend machte sich der Zug, älteste Eisenbahn Afrikas, bemerkbar, und schon rollte er in den Bahnhof ein. Froh, der abendlichen kalten Witterung entronnen zu sein, begab ich mich in das zugewiesene Abteil. Ein abenteuerliches Gefühl stellte sich ein. Eine Nacht im Wüstenexpress!
Schaukelnd und keuchend schlängelte er sich durch die Landschaft. Mit quietschendem Geräusch bremste er ab, wenn er sich rasant in die Kurven legte.
An Schlaf war wenig zu denken. Unruhig wachte ich oftmals auf, machte einen Rundgang und sah an spärlich beleuchteten Bahnhöfen eingemummte Ägypter, die an Ecken mit Gewehren lauerten...

 


Morgens am 31. März 1993, erreichte ich müde und erschöpft Assuan, wo wir für sechs Tage auf der „MS Orchid“ eingeschifft wurden.




Ich begab mich zum Swimmingpool und schaute träumend und interessiert dem Treiben am Flussufer zu, denn in Mitten dieser Landschaft wälzt sich der „ALTVATER NIL“. Da wo sein braunes Wasser stand, begann es zu keimen. 
Scharf waren die Schatten, die, wie blau hingegossen, im Sand ihre Spur hinterlassen hatten. Der Nil, längster Fluss der Erde, bildet die Lebensader Ägyptens.
Ja, Ägypten ist ein Geschenk des Nils.


Ich sah badende Fellachen und Nubier, die das schmutzige Nilwasser tranken und ihre Hände zum freundlichen Gruße erhoben. Mit ausschweifenden Bewegungen wurde Wäsche gewaschen und zwischendurch tauchten immer wieder Tierköpfe auf, die sich farblich kaum vom Nil unterschieden. Palmen standen windschief und an den Ufern klebten Siedlungen. Ja, Ägypten ist ein Geschenk des Nils.
Jeden Tag gab es was Neues zu entdecken.

 

Am frühen Morgen war unser erstes Besichtigungsziel die TEMPEL VON KARNAK.
Da standen wir nun oben auf der Treppe mit einem Blick über die ganze Anlage.
Ich konnte es nicht in Worte fassen, vor dem was sich vor mir auftat. Sprach- und atemlos stand ich vor diesen einzigartigen, gigantischen Säulen. 
Wir stiegen nun die Treppen hinab und wurden durch Ibrahim, der zwischenzeitlich seine westliche Kleidung mit einer Galabaya vertauscht hatte, wieder in das Reich der Götter und Pharaonen versetzt.


 

 


 

 
Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben. - Mark Twain -
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Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich haben wollen! -unbekannt-
 
 
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